ANA
title
Haus mit Halle
date
2024-2026
place
Unterhaching (DE)
medium
Umbau
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Der Umbau eines Kettenhauses von Franz Ruf aus dem Jahr 1967 in Unterhaching bei München reagiert auf die Wünsche einer jungen Familie nach mehr Wohnraum und Großzügigkeit. Anstatt die im Bebauungsplan vorgesehene Erweiterung umzusetzen, wird der zusätzliche Flächenbedarf vollständig innerhalb des Bestands gelöst. Der bisher im Gebäude integrierte Stellplatz wird vor das Haus verlegt, wodurch der ehemalige Garagenteil zu einem großzügigen Wohn- und Essbereich erweitert werden kann.

Die Gebäudehülle wurde stellenweise energetisch ertüchtigt und durch eine Stehfalzverblechung sowie eine blau lasierte Holzverschalung ergänzt – entsprechend einer bereits in den Originalzeichnungen von Franz Ruf angelegten, jedoch nie realisierten Idee.

The renovation of a 1967 terraced house by Franz Ruf in Unterhaching near Munich responds to a young family’s wish for more living space and greater spatial generosity. Rather than implementing the extension permitted by the local development plan, the additional space requirement is resolved entirely within the existing structure. The existing integrated garage is relocated to the front of the property, allowing the former garage to be converted into a spacious living and dining space.

The building envelope is partially upgraded to improve energy efficiency, while a standing seam metal cladding and blue painted timber cladding complete an exterior concept outlined in Franz Ruf’s original drawings but never realized.

Den räumlichen Mittelpunkt des Erdgeschosses bildet ein in die bestehende Stahlbetondecke eingeschnittenes Sheddach mit Fensterband, das den neuen Wohn- und Essraum in der Tiefe mit Nordlicht versorgt. Ergänzend schaffen gezielte Eingriffe im Obergeschoss eine neue räumliche Ordnung mit zusätzlichem Bad und maßgefertigten Holzeinbauten.

The spatial centerpiece of the ground floor is a sawtooth roof with a clerestory window, inserted into the existing reinforced concrete roof slab, which floods the new living and dining area with deep northern light. Targeted interventions on the upper floor establish a new spatial organization with additional utility spaces and bespoke timber fittings.

Das Projekt versteht den Bestand der Nachkriegsmoderne als Ausgangspunkt einer behutsamen Weiterentwicklung. Neue Eingriffe bleiben als solche ablesbar und treten in einen bewussten Dialog mit der bestehenden Architektur. So entsteht eine zeitgemäße Neuinterpretation, die versucht, den Charakter des Hauses zu bewahren und zugleich eine neue Identität zu formulieren.

The project views the post-war modernist building as the starting point for a sensitive transformation. New interventions remain clearly legible and enter into a deliberate dialogue with the existing architecture. The result is a contemporary reinterpretation that preserves the character of the house while simultaneously establishing a new spatial identity.

team
Lukas Fink, Tobias Fink
in collaboration with
Cainelliklaska, Helena Eichlinger
structural engineer
Thomas Hintermann (a.k.a Ingenieure)
photographs
Tobias Fink