Mit der Ausstellung „Democratic Design“ untersucht die Berliner Architekturgalerie Aedes, wie Architektur, Planungsprozesse und öffentliche Räume demokratisches Engagement und sozialen Zusammenhalt fördern können – in diesen Tagen dringender denn je. Die Ausstellungsgestaltung vermittelt das Konzept des demokratischen Designs durch die Wahl der Materialien und die räumliche Gestaltung.
The exhibition “Democratic Design” at the Berlin architecture gallery Aedes explores how architecture, planning processes, and public spaces can foster democratic engagement and social cohesion—a topic more urgent than ever these days. The exhibition design embodies the concept of democratic design through its choice of materials and spatial layout.
Ausstellungen sind oft aus Objekten mit kurzer Lebensdauer gemacht. Die meisten Ausstellungen existieren nur für einige Wochen oder Monate, bevor sie entsorgt oder für immer eingelagert werden. Die Szenografie für „Democratic Design“ reagiert darauf, indem sie mit dem arbeitet, was bereits vorhanden ist. Anstatt neue Elemente herstellen zu lassen, greift sie auf das eigene Lager der Aedes-Galerie zurück und verwendet dort vorhandene Rohre und Platten.
Das einzige neue Gestaltungselement ist eine speziell angefertigte Klemme, die Rohre unterschiedlichen Durchmessers miteinander verbindet – zu einer dreidimensionalen räumlichen Struktur, die die 22 vorgestellten Projekte trägt.
Exhibitions are often made of objects with a short lifespan. Most exhibitions exist for only a few weeks or months before they are discarded or stored away forever. The scenography for “Democratic Design” responds to this by working with what is already available. Instead of commissioning new elements, it draws on the Aedes Gallery’s own inventory and uses pipes and panels found there.
The only new design element is a custom-made clamp that connects pipes of varying diameters—forming a three-dimensional spatial structure that supports the 22 projects on display.
Die räumliche Grundstruktur besteht aus zwei sich überlagernden offenen Kreisen, die an elementare architektonische Formen erinnern, die mit demokratischen Versammlungen in Verbindung gebracht werden. Die vorgestellten Projekte sind als große Stoffbahnen in diesem Rahmen eingehängt und bilden eine vorhangartige räumliche Einfassung, die leicht und durchlässig bleibt. Die Struktur ist flexibel: Elemente können hinzugefügt, verschoben oder entfernt werden, was eine kontinuierliche Veränderung ermöglicht.
The basic spatial structure consists of two overlapping open circles, reminiscent of elementary architectural forms associated with democratic assemblies. The presented projects are suspended within this framework as large fabric panels, forming a curtain-like spatial enclosure that remains light and permeable. The structure is flexible: elements can be added, moved, or removed, allowing for continuous transformation.
Ein großer Tisch, der aus gefundenen Tischplatten unterschiedlicher Größe zusammengesetzt wurde, bildet das zentrale Element des Raums. Hier können Besucher Platz nehmen und sich mit zusätzlichem Material beschäftigen, das die ausgestellten Projekte vertieft: Architekturmodelle, partizipative Kartenspiele, Filme und eine Reihe von Dokumenten. Ein mobiler Bücherwagen bietet weitere Lektüre an, sodass Besucher tiefer in bestimmte Themen eintauchen können.
A large table, assembled from found tabletops of varying sizes, forms the central element of the space. Visitors can sit here and engage with supplementary material that expands on the exhibited projects: architectural models, participatory card games, films, and an array of documents. A mobile book cart offers further reading, allowing visitors to explore specific themes in greater depth.